Säule der Erinnerung, 2009 
Holocaust Memorial in Bukarest 
17 x 1,50 x 1,5 Meter, Gußeisen

Peter Jacobi

In über 50 Schaffensjahren hat Peter Jacobi ein facettenreiches Werk geschaffen. Sein vielgestaltiges Werk kreist um Zeit, um Vergänglichkeit, oft in Gedenkskulpturen realisiert. Heute sind seine Werke in Museen und in öffentlichen Institutionen in verschiedenen Ländern zu finden. Mit seiner klaren und fordernden Haltung prägte er auch als Professor der Hochschule für Gestaltung Pforzheim viele Generationen von Studierenden in ihrer Auseinandersetzung mit grundlegenden Fragen der Kunst und des Designs.

Peter Jacobi stammt aus  Siebenbürgen in Rumänien. Er wird im Jahr 1935 geboren und studierte 1955 – 1961 Bildhauerei an der Kunstakademie Bukarest.

Nach seiner Übersiedlung nach Deutschland 1970 erhielt er eine Professur an der Hochschule für Gestaltung Pforzheim bis 1998.

Peter Jacobi lebt und arbeitet in Wurmberg bei Pforzheim.

 

Vita

  1935*                stammt aus Siebenbürgen in Rumänien 

  1955-1961       Studium der Bildhauerei an der Kunstakademie Bukarest 

  1970                  Übersiedlung nach Deutschland und deutsche Staatsbürgerschaft 

  1971-1998        Professur an der Hochschule fürGestaltung Pforzheim

Im Jahr 2018 gründet Peter Jacobi die Stiftung für Kunst und Design

Über die Stiftung

Die Stiftung möchte Künstler und Designer fördern, die schon ein überzeugendes Werk haben und finanzielle Mittel benötigen um ihre Projekte durchzuführen. Die Qualität des Werks ist ausschlaggebend für die Vergabe des Stipendiums. Diese werden mit 30.000 Euro jährlich dotiert. Die Stadt Pforzheim und die Hochschule Pforzheim Fakultät für Gestaltung sind im Wechsel für die Ausschreibung und die Auswahl der Stipendiaten verantwortlich. Eine überregional zusammengestellte Fachjury entscheidet. Das geschaffene Werk des Stipendiaten wird in Pforzheim durch eine Ausstellung der Öffentlichkeit vorgestellt.

Ein Lehrauftrag an der Fakultät für Gestaltung der Hochschule Pforzheim ist möglicher Bestandteil des Stipendiums.

Über die Entscheidung einen Lehrauftrag zu vergeben oder nicht zu vergeben entscheidet die Hochschule.

Zur Bewerbung eingeladen sind Künstler*innen, die einige Jahre nach dem Studienabschluss an einer Kunsthochschule ihr überzeugendes künstlerisches Werk entwickelt haben und bereits eine vielfältige, auch eventuell internationale Ausstellungstätigkeit vorweisen können.

 

Peter Jacobi
Stipendium 2025

Peter Jacobi Stipendium 2025 vergeben 

Fynn Ribbeck erhält 30.000 Euro Förderung 

In enger Zusammenarbeit mit der Hochschule Pforzheim und dem Kulturamt Pforzheim hat die Peter-Jacobi-Stiftung ihr gleichnamiges Stipendium vergeben. Diesjähriger Stipendiat ist der Künstler Fynn Ribbeck. Mit seiner einzigartigen Verbindung von klassischer Skulptur und digitaler Technologie überzeugte er die Jury, indem er historisches Bildmaterial neu kontextualisiert und in verschiedene Medien überführt. Das Stipendium ermöglicht es ihm, an seinem Werk weiterzuarbeiten, und in Pforzheim auszustellen. 

Der Stifter Peter Jacobi mit Angelika Drescher, Jurymitglied und Leiterin Kulturamt Pforzheim, und Prof. Johann Stockhammer, Dekan der Fakultät für Gestaltung der Hochschule Pforzheim und Beisitzer der Jury

Über den Preisträger 

Fynn Ribbeck, geboren 1995 in Lennep, studierte an der Kunstakademie Düsseldorf und an der Kunsthochschule für Medien Köln. Heute lebt und arbeitet er in Köln und Düsseldorf. Ribbecks Arbeiten bewegen sich an der Schnittstelle von digitaler Bildbearbeitung und physischer Skulptur. In seinen Videoarbeiten collagiert er historisches Bildmaterial, vorrangig aus der RAF-Ära, und animiert es durch digitale Techniken wie Motion Capture und KI-gestützte Bildgenerierung. Im Ausstellungsraum erweitert er das digitale Material durch Skulpturen und Installationen. Hierfür bedient sich Ribbeck handwerklicher Verfahren wie CNC-Fräsen und Zinnguss. 

Entscheidung der Jury 

Mit seiner innovativen Arbeitsweise, die digitale und analoge Medien sowie Vergangenheit und Gegenwart aufeinandertreffen lässt, setzt Ribbeck neue Impulse in der zeitgenössischen Kunst. Die Jury würdigt insbesondere, wie er sowohl mediale als auch inhaltliche Grenzen überschreitet und dabei etablierte visuelle Narrative neu interpretiert. 

Jury-Mitglied Prof. Dr. Silke Helmerdig erklärt: „Für mich ist die Arbeit von Fynn Ribbeck nicht nur inhaltlich stark, sondern besonders auch medial sehr zeitgemäß. Die Anwendung von KI und CGI trifft aktuelle Debatten um den Wirklichkeitsgehalt technischer Bilder. Dass er dazu historische Bilder aus dem kollektiven Gedächtnis nimmt und sich so auch mit Geschichtskonstruktion und der Macht über diese beschäftigt, macht die Arbeit jenseits der gewählten Mittel spannend. Auch die Rückführung in den Ausstellungsraum durch die skulpturale Weiterverarbeitung der digitalen Bilder, lässt mich gespannt seine weitere Entwicklung erwarten.“ 

Der Stifter des Preises, Peter Jacobi, betont zudem Ribbecks Status als „junger Star“ mit einem bereits beeindruckenden bildhauerischen Werk: „Ich sehe Fynn Ribbeck als Vertreter einer neuen Künstlergeneration, die sich jetzt ihren Weg in die Kunstszene bahnt. Er fügt sich ein in die Evolution der deutschen Kunstlandschaft und setzt dabei einen eigenen, markanten Akzent.“ 

Über 500 eingereichte Bewerbungen spiegelten nicht nur das große Interesse am Stipendium wider, sondern auch die beeindruckende Vielfalt der zeitgenössischen Kunstszene. Ein besonderer Gewinn für das Auswahlverfahren war der Kunstkritiker und Journalist Michael Hübl, der die Jury mit feinem Gespür durch den Entscheidungsprozess leitete. Seine Expertise trug wesentlich dazu bei, die Vielzahl herausragender Bewerbungen zu bewerten. 

Das Stipendium 

Als Stipendiat der Peter-Jacobi-Stiftung erhält Fynn Ribbeck eine Förderung von über 30.000 Euro und wird ein Jahr lang in seinen künstlerischen Arbeitsprozessen unterstützt. Abschließend wird er eine Ausstellung in Pforzheim realisieren, für die ihm das Kulturamt Pforzheim weitere 7.000 Euro sowie 3.000 Euro Zuschuss für den Druck einer Publikation zur Verfügung stellt. Seitens der Fakultät für Gestaltung der Hochschule Pforzheim besteht zudem der Wunsch, Ribbeck in die Lehre einzubinden, teilt der Dekan Prof. Johann Stockhammer mit.

Insbesondere diese Zusammenarbeit mit der Stadt und Hochschule Pforzheim ist es, was Peter Jacobi zur Gründung der Stiftung veranlasste:

„Ich freue mich sehr, dass wir das Stipendium zum dritten Mal vergeben.

Die enge Verbindung zur Hochschule und zur Stadt Pforzheim war mir von Anfang an wichtig. Dieses Stipendium ist mehr als eine finanzielle Förderung – es schafft Vernetzung und Austausch.“

 

                                                       Fynn Ribbeck:                                                                                      Preisträger des Peter Jacobi Stipendiums 2025                         Foto: Josephine Scheuer

 

2018 gründete der Künstler Peter Jacobi die gleichnamige Stiftung, die Künstler*innen und Designer*innen fördern will. In über 50 Schaffensjahren entwickelte Jacobi (geboren 1935 in Siebenbürgern, Rumänien) ein Werk, das die Bereiche Skulptur und Raumgestaltung nachhaltig beeinflusst. Als Professor der damaligen Hochschule für Gestaltung prägte Jacobi von 1971–1998 viele Generationen von Studierenden in ihrer Auseinandersetzung mit grundlegenden Fragen der Kunst und des Designs.

 

Videostills aus OKTOBER / Video, 11:07 Minuten, 16:9
Videostills aus OKTOBER / 11:07 Minuten, 16:9
Installationsansicht von Solid State Dream im Open Forum, Berlin
Hide and Seek (Detail) / Kunstleder, Tinte, Garn, Holz, Licht / 61 x 61 x240 cm
Distant Call (Detail) / Kunstleder, Kunstfell, Tinte, Garn, Holz, Licht /125 x 61 x 168 cm
Installationsansicht aus OKTOBER / Video, 11:07 Minuten, 16:9

Jury 2025

Angelika Drescher, Leiterin Kulturamt Pforzheim

Peles Duo, 1. Preisträger Stipendium Kunst 2021

Prof. Heike Gallmeier, Hochschule Pforzheim Fakultät für Gestaltung, Malerei

Prof. Silke Helmerdig, Hochschule Pforzheim Fakultät für Gestaltung,
Fotodesignerin und Künstlerin

Michael Hübl, Kunsthistoriker, Kunstkritiker, Karlsruhe

Bettina Schönfelder, Ausstellungskuratorin

Vergangene Preisträger​

Designstipendium 2023/24:

Shortnotice, Grafikdesign-Studio aus Berlin

 https://shortnotice.studio/

Dieses Mal wurde das Thema „Future Mobility“ von der Stiftung vorgegeben.  

Sascia Reibel und Mathias Lempart, werden mit dem Designstipendium 2023 ausgezeichnet. 

Das Stipendium war mit 30.000 € dotiert. Im Rahmen der Peter Jacobi Stiftung erhielten sie zusätzlich einen Lehrauftrag an der Hochschule für Gestaltung Pforzheim.

Teil des Stipendiums war auch eine umfangreiche Abschlussausstellung in der Pforzheim Galerie. Die Realisierung für die Ausstellung wurde mit 7.000 € vom Kulturamt bezuschusst. Außerdem wurde eine Publikation mit 3.000 € unterstützt.

Sascia Reibel und Mathias Lempart (Shortnotice Studio) fotografiert von Michelle Mantel, 2024
Bürgermeister Smidt-Brücke, 28199 Bremen, Wanderausstellung auf dem Schiff.
Pforzheim nach Bremen Foto: Sascia Reibel, Mathias Lempart 

Ausstellungsansichten, Pforzheim Galerie „Future Mobility and Other Ghosts from the Past“  von Mathias Lempart und Sascia Reibel, 2023 Foto: Meyer, Pforzheimer Zeitung; 

“Future Mobility and Other Ghosts from the Past“ von Mathias Lempart und Sascia Reibel  befragt die Zukunft von Transporttechnologien. Der Blick richtet sich nicht auf die   technischen Möglichkeiten von Morgen, sondern blickt zurück, wie sich unsere Fortbewegungsmöglichkeiten in den letzten Jahrzehnten verändert haben.Die Ausstellung ist wie eine Zeitreise,die schlaglichtartig das einstige Versprechen einer ungehemmten globalen Mobilität untersucht. „Future Mobility“ stellt in diversen Installationen die Frage, wie wir das Reisen in einer immer näher zusammenrückenden Welt wahrnehmen. In diesem Kontext erwecken die Innovationen der Luft- und Schifffahrt wie auch des digitalen Raumes das beklemmende Gefühl, dass die ständige Beschleunigung nicht mehr eingeholt werden kann.  

Kunststipendium 2021/22 

Peles Duo 

http://pelesduo.com/  

Das Künstlerinnenduo Peles Empire, heute Peles Duo, bestehend aus Katharina Stöver und Barbara Wolff, Absolventinnen der Städelschule Frankfurt, erhält das erste Peter Jacobi Stipendium für Kunst.

Das Stipendium war mit 30.000 € dotiert. Im Rahmen der Peter Jacobi Stiftung erhielten sie zusätzlich einen Lehrauftrag an der Hochschule für Gestaltung Pforzheim.

Teil des Stipendiums war auch eine umfangreiche Abschlussausstellung im Kunstverein im Reuchlinhaus. Die Realisierung für die Ausstellung wurde mit 8.000 € vom Kulturamt bezuschusst. Außerdem wurde eine Publikation mit 3.000 € unterstützt.

Der Name Peles Empire geht zurück auf das Schloss Peles in Rumänien das für den Historismus des 19. Jahrhundert typisch, Baustile aus verschiedene Epochen, eklektisch vereint.

 

Ausstellungsansicht Peles Duo (links Barbara Wolff, rechts Katharina Stöver), „You are fire, dressed in fire“, Kunstverein im Reuchlinhaus, Pforzheim, 2022
Ausstellungsansicht Peles Duo, „You are fire, dressed in fire“,
Installationsarbeit in der Matthäuskirche Berlin 2024

Peter Jacobi und die beiden Stipendiatinnen feierten im September 2023 ein Wiedersehen durch eine gemeinsame Ausstellung in der SUPRAINFINIT Galerie in Bukarest.

Ausstellungsansicht in der „Suprainfinit Galerie Bukarest“, Peles Duo und Peter Jacobi 2023. 
Das große Bild ist eine Interpretation von Peles Duo von einer in der Ausstellung befindlichen Skulptur von Peter Jacobi

Peter Jacobi Werkpreis 2021

für Käthe Kruse

 

Ein weiteres Stipendium wurde 2021 für die Künstlerin Käthe Kruse vergeben. Ihre beiden Ausstellungen in Berlin, in der Galerie Nord/ Kunstverein Tiergarten und in der Zwinger Galerie, Der 7-stündige Film und eine Langzeitlesung konnten über Streaming-Plattformen gezeigt werden.

Der Preis, der eigens für sie eingerichtet wurde, war mit 3000€ dotiert.

Die Künstlerin trug mit der Gruppe „die Tödliche Doris“ einen bedeutenden Anteil zur Avantgarde Berlins der frühen 80 er bei. Käthe Kruse arbeitet multimedial in Musik, Fotografie, Filmkunst, Video, Performance und Literatur.

 

Käthe Kruse bei der Lesung für den siebenstündigen Film „366 Tage“ in der Ausstellung „Ich sehe“ 
in der Galerie Nord | Kunstverein Tiergarten, Berlin, 2020, Foto: Veronika Witte, Berlin

Ziel des Stifters

„Ich möchte Künstler und Designer fördern die schon ein überzeugendes Programm haben und finanzielle Mittel benötigen, um ihre Projekte durchzuführen. Die Qualität des Werkes ist ausschlaggebend für die Vergabe eines Stipendiums. Diese werden mit 30.000 Euro jährlich dotiert. Die Ausschreibung erfolgt in Fachzeitschriften. Die Stadt Pforzheim und die Hochschule Pforzheim Fakultät für Gestaltung sind im Wechsel für die Ausrichtung des Stipendiums verantwortlich. Eine überregional zusammengestellte Fachjury entscheidet. Das geschaffene Werk der Stipendiaten wird in Pforzheim und/oder Enzkreis durch eine finanziell geförderte Ausstellung der Öffentlichkeit vorgestellt.“

– Peter Jacobi

Kuratorium

Foto: Sebastian Seibel

Peter Jacobi 
Vorsitzender  
Bildhauer & Stifter

peterhjacobi.de

Michael Hübl
2. Vorsitzender
Kunstkritiker

Bettina Schönfelder
Ausstellungskuratorin,
Kunstkritikerin

Johann Stockhammer
Dekan Fakultät Gestaltung
hs-pforzheim.de

Angelika Drescher
Leiterin Kulturamt Pforzheim

pforzheim.de/kultur

Prof. Dr. Evelyn Echle
Kultur und Medientheoretikerin Hochschule Pforzheim

hs-pforzheim.de

Am 08. April 2025 verabschiedet Stifter Peter Jacobi den großzügigen Förderer unserer Stiftung Herrn Jens Eberhardt mit einer Skulptur aus seiner Sammlung.

Foto: Michael Hübl

Unterstützer: Stiftung Dr. Hans Eberhardt

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Kontakt

Katrin Zauner
Stiftung für die Region –
Sparkasse Pforzheim Calw

Tel:     07231 992772
Mail:   katrin.zauner@skpfcw.de

Pressekontakt

Emmelie Ödén                              Pressereferentin                                                Fakultät Gestaltung

Telefon: 07231 286718.                                     Mail: emmelie.oeden@hs-pforzheim.de.    

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